Die Energiequellen im Einzelnen



Windenergie


Mit einem Anteil von rund 4,3 Prozent am gesamten Stromverbrauch in Deutschland liefert die Windenergie derzeit den nach wie vor größten Beitrag zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien.
Ohnehin hat die Stromerzeugung aus Windenergie in den vergangenen Jahren ein enormes Wachstum erfahren. Seit dem Bau der ersten Anlagen Anfang der 90er Jahre hat sich die Zahl an Windkraftanlagen in der Bundesrepublik Deutschland auf über 17.500 erhöht.
Im Jahr 2005 erzeugten sie immerhin 26,5 Milliarden Kilowattstunden Strom.
Damit stellt die Windenergie einen wesentlichen Bestandteil einer umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Stromversorgung in der Bundesrepublik Deutschland dar.






Wasserkraft


Lange Zeit war die Wasserkraft in Deutschland die bedeutendste regenerative Energie, ehe erstmals im Jahre 2004 mehr Strom aus Wind als aus Wasserkraft gewonnen wurde. Im Jahr 2005 erzeugten Wasserkraftanlagen etwa 21,5 Milliarden Kilowattstunden Strom. Dies entspricht einem Anteil von etwa 3,5 Prozent an der gesamten Stromerzeugung.
Wurde in vorindustrieller Zeit die Wasserkraft vorwiegend als Antriebsmittel genutzt (z.B. in Mühlen und Sägewerken) und seit Ende des 19. Jahrhunderts mit Hilfe selbiger elektrischer Strom gewonnen, ist die Wasserkraft heute nach der traditionellen Biomassennutzung die weltweit am meisten genutzte Energiequelle überhaupt. Wasserkraft steht rund um die Uhr zur Verfügung und hat somit den Vorteil, auch als Energiespeicher genutzt werden zu können.


Sonnenenergie


Aus dem Sonnenlicht kann sowohl Wärme als auch Strom gewonnen werden und angesichts der weltweiten Klimaproblematik und der begrenzten fossilen Energieträger muss der Solarenergie künftig ein hoher Stellenwert bei der Energieversorgung eingeräumt werden.
Seitdem die Erneuerbaren Energien in Deutschland gesetzlich gefördert werden, wächst diese Branche dynamisch und schafft durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Grundlage, Solaranlagen wirtschaftlich zu betreiben.
Es verpflichtet die Netzbetreiber, Strom aus Photovoltaik-Anlagen abzunehmen und zu einem festgelegten Preis zu vergüten.
Diese Energiequelle ist in den nächsten fünf Milliarden Jahren unerschöpflich, kostenlos und umweltfreundlich.






Bioenergie


Die Bioenergie ist die älteste Energiequelle der Menschheit und zugleich der weltweit wichtigste erneuerbare Energieträger. Die einfachste Art der Nutzung ist hierbei die Verfeuerung von Biomasse.
Bioenergie steht in fester, flüssiger oder gasförmiger Form zur Verfügung und wird aus pflanzlichen oder tierischen Reststoffen oder eigens angebauter Energiepflanzen hergestellt.
Bedingt durch den geschlossenen Co2-Kreislauf ist die Biomasse ein klimafreundlicher Energieträger, der zudem keine zusätzlichen Treibhausgase verursacht.
Auch in der Anwendung ist die Bioenergie vielseitig. Zur Wärme- und Stromerzeugung wird sie ebenso eingesetzt, wie auch als Kraftstoff im Verkehr.


Erdwärme


Für die Stromerzeugung ist die Erdwärme besonders interessant, da sie unabhängig von Jahreszeiten, Wetter oder Klimabedingungen rund um die Uhr zur Verfügung steht.
Heute erzeugen vorwiegend Länder wie Island, Neuseeland und die USA Strom aus Erdwärme (Geothermie), da im Erdinneren enorme Temperaturen von bis zu 6000 Grad Celsius herrschen.
Diese Wärme lässt sich unmittelbar zur Beheizung von Gebäuden und anderen Wärmeverbrauchern sowie für industrielle und landwirtschaftliche Zwecke einsetzen.
In Deutschland wird Strom aus Erdwärme seit November 2003 in Neustadt / Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) erzeugt. Weitere Projekte befinden sich derzeit in der Umsetzung.